Kung Fu - "Harte Arbeit"

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Der Ausdruck Kung Fu (chin. „harte Arbeit“ / „eine durch harte Arbeit erworbene Fähigkeit“) wurde ursprünglich für alle Künste verwendet, bei denen viel Fleiß und Ausdauer nötig sind, um es zur Meisterschaft zu bringen (etwa Malerei, Blumenbinden oder Dichtung).

Der also eigentlich nicht nur auf die Kampfkunst bezogene Begriff wird im Westen heute allerdings als Synonym verwendet für die Kampfkünste die in den buddhistischen Shaolin-Klöstern entwickelt wurden – obwohl der Begriff Wushu („Kriegskunst“) eigentlich die korrektere Bezeichnung wäre.

Kung Fu wurde früher üblicherweise im Geheimen gelehrt und nur in der eigenen Familie weitergegeben. Durch die Erfindung von Schußwaffen kam den rein körperlichen Kampffähigkeiten schließlich eine geringere Bedeutung zu.Und erst danach fanden sich Lehrer die bereit waren Fremde oder sogar Ausländer zu unterrichten. Heute existieren mehrere hundert verschiedene Kung Fu Stile.

Wir verstehen Kung Fu nicht (nur) als Sport, sondern als Kampfkunst. Das heißt dass es mehr als nur den körperlichen Aspekt des Trainings umfaßt und neben der körperlichen auch die geistige Gesundheit sowie die charakterliche und moralische Entwicklung des Praktizierenden fördern soll. Diese Prägung ist selbstverständlich auf die buddhistischen Wurzeln dieser Kunst zurückzuführen.

Was bedeutet Kampfkunst?

Durch den Begriff Kampfkunst wird ausgedrückt, daß eine Kampfmethode mehr als nur den körperlichen Aspekt des Trainings umfaßt und neben der körperlichen auch die geistige Gesundheit sowie die charakterliche und moralische Entwicklung des Praktizierenden fördern soll. Diese Prägung ist selbstverständlich auf die buddhistischen Wurzeln dieser Kunst zurückzuführen.

Häufig zeigt sich dies unter anderem darin, daß die Techniken der Kampfkünste sehr viel stilisierter sind als beispielsweise die eher geradlinigen Techniken eines Boxers, dessen Schwerpunkt entweder die Fitness oder der sportliche Zweikampf sind.

Obwohl eine Kampfkunst auch diese Aspekte umfaßt und sich letztlich jeder seine eigenen Schwerpunkte definieren kann, strebt der „typische Kampfkünstler“ dagegen nicht danach andere zu besiegen, sondern sich selbst zu besiegen.

Denn jede Kampfkunst soll die charakterliche und moralische Entwicklung des Praktizierenden fördern. Beim Kung Fu ist diese Prägung selbstverständlich auf die buddhistischen Wurzeln dieser Kunst zurückzuführen.

Der Süa Lag Hang Stil zeichnet sich als Kampfkunst unter anderem dadurch aus, dass er die geistige und körperliche Gesundheit durch Meditation und Qi Gong (Energiearbeit) schult und auf der buddhistischen Philosophie wurzelt.

Was ist der Süa Lag Hang Stil?

Beim Süa Lag Hang Stil handelt sich um einen Kung Fu Stil, der von den buddhistischen Mönchen Thailands aus der Beobachtung von Tieren entwickelt wurde.

Den Grundstein für alle Kung Fu Stile legte der indische Mönch Boddhidharma (chinesisch Ta Mo), der neben der buddhistischen Lehre auch eine Reihe von Körperübungen mitbrachte, als er im 5 Jahrhundert nach China kam. Er unterwies seine Mitbrüder in diesen Techniken, um sowohl zu ihrer körperlichen als auch geistigen Gesundheit beizutragen. So sollten die Mönche die anstrengenden Meditationen länger durchhalten und sich gegen Räuber und wilde Tiere verteidigen können.

Die Mönche verfeinerten die Techniken, beispielsweise durch die Beobachtung der Tiere, immer weiter und so gelangte das Kung Fu in den buddhistischen Klöstern zu seiner höchsten Blüte. Von dort verbreitete es sich weiter in ganz Asien.

Der Süa Lag Hang Stil umfaßt neben den Übungen des Tiger-Stils (welche als erste gelehrt werden und dem Stil seinen Namen gaben) folgende Tierformen: Affe, Schlange, Kranich, Pferd, Gottesanbeterin, Drache, Adler und Leopard.

Bei der Tierimitation sollen sowohl die Bewegungen als auch die Eigenschaften eines Tieres nachgeahmt werden. Beim Tiger sind dies beispielsweise die Stärke und Entschlossenheit, während beim Affen die Geschicklichkeit ein Charakteristikum ist, das sich vor allem in akrobatischen Bewegungen ausdrückt.

Im Süa Lag Hang Stil werden mit zunehmendem Können außerdem folgende traditionelle Waffenformen geschult: Langstock, doppelter Kurzstock, Säbel, Doppelsäbel, Speer, Kuan Do (Hellebarde), Tonfa, (gerades) Schwert, dreiteiliger Stock, Schmetterlingsmesser (Doppelkurzschwert), Sichel und Seil.

Der Süa Lag Hang Stil umfaßt als Kampfkunst bei weitem mehr als den bloßen körperlichen Aspekt des Trainings. Zur Schulung der geistigen und körperlichen Gesundheit beinhaltet er auch Meditation und Qi Gong (Energiearbeit).