Weitere Krav Maga Experten im Kampfkunst-Studio Team

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Vom 16. bis 21. November 2019 fand in Nürnberg das erste Expert Camp Deutschlands mit 18 Teilnehmern statt. Mit dabei waren auch zwei Instruktoren aus unserem Team, Tina Pfaffeneder und Timur Tolbas.

Leicht verschnupft und nervös, was sie unter dem als Perfektionisten, strengem Prüfer und Mitglied des KMG Global Teams bekannten Ilya Dunsky (E5) während des Trainingscamps und in der Prüfung erwarten würde, traten sie den ersten von vier Trainingstagen vor der Prüfung an.

Während die Erkältungssymptome nach und nach abklangen, spürten unsere beiden Prüfungskandidaten die Verspannungen, die die acht-stündigen Trainingstage mit sich brachten mit jedem Tag mehr.

Schnell wurde dabei auch klar, dass der Sprung vom Graduate 5 Level auf das Expert 1 Level eine große Herausforderung sein würde. Ausserdem zeigte sich, dass man nie auslernt und sich auch nach jahrelangem Training immer wieder ganz am Anfang fühlen kann.

So wurde ein hohes technisches Niveau nur noch zur Grundvoraussetzung für das spontane Lösen von komplizierten Selbstverteidigungssituationen anhand der bis dahin erlernten Prinzipien des Krav Maga.

Dazu gehörten Abfolgen von zunächst gescheiterten und dann erfolgreichen Abwehrtechniken die z.B. mit der Abwehr einer Geraden im Stand begannen, welche durch einen Takedown des Angreifers ausgekontert wurde und dann in verschiedenen Bodenkampfsituationen endete.

Ein weiteres Feld in dem schnelles und gleichzeitig taktisches Handeln gefragt war, war der Kampf mit mehreren bewaffneten Angreifern, die ihre Attacken aus immer neuen Winkeln und Distanzen gleichzeitig ausführten.

War so eben noch der Stock die größere Gefahr, musste man sich nun zuerst um das Messer kümmern, nur um nach dem Bruchteil einer Sekunden auf den zweiten Angreifer umzuschalten.

Durch die langen Trainingstage und laufende Kritik Ilyas ging die Laune und Trainingsmotivation unter den Teilnehmern mit jedem Tag mehr in den Keller. Alle waren sich einig, dass die Prüfung (die natürlich inoffiziell vom ersten Tag an lief) gar nicht schnell genug kommen konnte.

Ein weiteres Element das grundlegend im Krav Maga gefordert und gefördert werden soll, ist das Durchhaltevermögen trotz steigender Erschöpfung und hohem Stress. Dass dies für Ilya ein wichtige Rolle spielt, sollte sich im Verlauf der acht-stündigen Prüfung, die von großzügigen 10 Minuten Pause unterbrochen wurde, deutlich zeigen.

Glücklicherweise hatten die vorangegangenen Tage außer jeder Menge blauen Flecken keine ernsthaften Beeinträchtigungen mit sich gebracht, so dass die beiden ohne Handicap in die Prüfung starten konnten.


Der Prüfungstag selbst brachte zur allgemeinen Überraschung nicht nur jede Menge Anstrengung mit sich, sondern machte auch ziemlich viel Spass. Das lag daran, dass Techniken nicht eine nach der anderen einzeln abgefragt wurden, sondern verschiedene dynamische Kampfsituationen simuliert wurden, in denen beide Partner abwechselnd (wie oben beschrieben) dazu kamen, sinnvolle Lösungen für schnell wechselnde Probleme zu demonstrieren.

Nachdem Ilya ausgiebig überprüft hatte, ob die Teilnehmer mit dem Chaos einer Kampfsituation zurecht kamen, galt es anschließend die Fitness und das Durchhaltevermögen seiner Prüflinge (oder Opfer?) zu testen.

Dazu wurde die Gruppe für die letzten anderthalb Stunden ohne Unterbrechung in Bewegung gehalten. Nachdem eingangs ein Schild fünf Minuten lang mit voller Kraft angegriffen werden sollte, folgte im Anschluss ein längeres Sparring gemischt mit Kraftübungen und immer neuen Einschränkungen die es Runde für Runde zu überwinden galt.
Der krönende Abschluss bestand darin Liegestützen, Kniebeugen und Sit-Ups gekreuzt mit Angriffs- und Abwehrbewegungen auszuführen bis Ilya genug hatte von dem Stöhnen der schweißgebadeten Prüflinge, die mit hochroten Köpfen und krampfenden Muskeln versuchten immer noch eine weitere Wiederholung auszuführen.

Das Ergebnis der Prüfung und das dazugehörige Feedback wurde nicht unmittelbar, sondern erst am nächsten Tag bekannt gegeben. Unabhängig von dem möglichen Ergebnis, waren Tina und Timur stolz darauf die Herausforderung des Expert Camps angenommen und durchgestanden zu haben, sowie heil froh ohne Verletzungen davongekommen zu sein. Mit viel neuem Krav Maga Knowhow und einer erweiterten Perspektive sahen sie freudig dem Heimweg entgegen.

Die harten Trainingstage und der Einsatz in der Prüfung wurden am nächsten Tag dann noch mit der Verleihung des ersten Expert Levels vergolten, so dass die beiden müde aber rundum glücklich und mit viel Motivation für ihr weiteres Training und Unterrichten zurück nach München aufbrachen.

Neue Krav Maga Experten im Kampfkunst-Studio München

Wir gratulieren Timur und Tina von Herzen zum Erreichen des Krav Maga Expert 1 Levels und freuen uns sie in unserem Team zu haben!

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