Was Triathlon und Mixed Martial Arts (MMA) gemeinsam haben

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Biathlon, Triathlon, nordische Kombi…. –  Warum werden verschiedene Sportarten kombiniert?

Gerade wenn man sich generell für Sport interessiert und Spass an Bewegung hat, ist es naheliegend sich hierbei auch Abwechslung zu verschaffen. Beim Kampfsport ist das natürlich auch möglich. Die Mixed Martial Arts, kurz MMA, bringen frischen Wind und Abwechslung in die manchmal etwas angestaubte Welt des wettkämpferischen Kampfsports. Hier werden Schlagen, Treten, Werfen und Bodenkampf, ehemals separat trainiert als Kickboxen, Thaiboxen, Grappling, Ringen, Judo, Sambo oder ähnliches, gemischt und zu einer Disziplin verschmolzen.

Die einzelnen Aspekte werden zwar aus Gründen der Fokussierung auch separat trainiert, aber dann in speziellen Einheiten wie selbstverständlich zusammengefügt, so dass ein kämpferischer Gesamtablauf in allen Distanzen entsteht.

Beim Standkampf wird geschlagen und getreten, wie etwa in den Disziplinen des Boxens, Kick- oder Thaiboxens. Man beschäftigt sich mit der Technik und Mechanik des Schlagens genauso wie mit Kombinationen, Finten und ähnlichem. Für den der sich hier zuhause fühlt ist natürlich noch die Vermeidung von Würfen/Takedowns wichtig, denn derjenige möchte vielleicht hier seine Vorteile im Wettkampf voll ausspielen.

Ein anderer fühlt sich bei der sportlichen Auseinandersetzung am Boden wohler, wo es schwieriger ist effektiv zu schlagen oder zu treten. Der wird versuchen, seinen Gegner auf den Boden zu bekommen und dort seine Stärken zu nutzen um siegreich zu sein. Gerade das Grappling (basierend auf dem Brazilian Jiu Jitsu und Luta Livre) ist hierzulande manchmal noch relativ unbekannt. Hier wird, nachdem der Kampf mit Hilfe von Würfen auf den Boden verlagern wurde, versucht durch verschiedene Hebel- und Würgetechniken anschliessend den Gegner zu „finalisieren“, also zur Aufgabe zu bewegen, was dieser durch abklopfen signalisiert, den sogenannten „Tapout“. Somit werden ernsthafte Verletzungen grösstenteils vermieden. Das faszinierende in der Welt des Grapplings ist, dass man seinen Kontrahenten im Idealfall besiegen kann ohne zwangsläufig schlagen zu müssen (je nach Wettberwerbsformat gibt es Varianten bei denen Schlagen am Boden erlaubt ist oder auch nicht). Das hier die Einteilung in Gewichtsklassen nicht ganz unsinnig ist, versteht sich dabei von selbst…

Gerade der Bodenkampf birgt für viele eine besondere Faszination und wird häufig mit „Schachspielen“ verglichen, weil es hier so ein weites Feld gibt auf Aktionen des Gegners zu reagieren und man versuchen muß diese vorauszuahnen oder eben rechtzeitig zu stoppen. Jeder Schritt verändert das Spiel und je mehr sich der Kämpfer dessen bewußt ist, desto effektiver weiß er, wie er Möglichkeiten schafft – oder im Gegenzug eben auch verhindert.

Im MMA soll der Kampfsportler in die Lage versetzt werden, sich in jeder Distanz und auch am Boden zu beweisen, auch wenn meist bestimmte Präferenzen bleiben. Wer sich seiner Stärken und Schwächen bewusst ist, kann seine Kampfmethode intelligent an die Situation anpassen.

Und genau diese anspruchsvolle Aufgabenstellung macht den Reiz für die Athleten aus. Jeder Sportler sucht die Herausforderung. Und im sportlichen Zweikampf ist diese eben wunderbar im MMA Sport zu finden. Ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Ehrgeiz vorausgesetzt, ist das Training für die Athleten abwechslungsreich, fordernd und motivierend, da sie Fortschritte in ganz verschiedenen Bereichen machen und somit im Komplettpaket ihre Fitness und Niveau stetig steigern können.

Hat Dich das neugierig gemacht? Dann komm doch einfach mal zum Probetraining bei uns vorbei. Aber Vorsicht: SUCHTGEFAHR! 😉

Manuel Unverricht

Manuel Unverricht ist Trainer für Mixed Martial Arts (MMA) und Krav Maga im Kampfkunst-Studio

Manuel Unverricht

MMA in Erding, siehe https://mmae.kampfkunststudio.de/

MMA in München, siehe https://mma.kampfkunststudio.de/

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